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In bester Stimmung trat der SCL am gestrigen Spieltag die Heimreise aus Osnabrück an. Allerdings auch mit zwei Wermutstropfen im Gepäck, denn schon in der Aufwärmphase musste die Mannschaft den ersten Nackenschlag hinnehmen, als sich Marco Hansmann verletzte und das Spiel nur von der Bank aus verfolgen konnte. Für ihn startete Christopher Heise und der hat, wie jeder SCL-er an diesem Tag, seine Sache gut gemacht.
Als ob vorher nichts geschehen war, ging der SCL völlig unbekümmert in das Spiel und diktierte zunächst das Geschehen. In der 9. Minute verwandelte Ertan Ametovski eine präzise Vorlage von Sascha Pohl im zweiten Versuch zur 0:1 Führung. Dann in der 37. Minute der zweite Schock des Tages. SCL-Torhüter Alexander Dlugaiczyk verschätzte sich und spielte zum Entsetzen aller SCL-er den Ball zwar knapp, aber dennoch außerhalb der Strafraumlinie mit der Hand. Dafür gab es "Rot" und Trainer Hilger Wirtz - von Elmendorff "opferte" Sascha Pohl um mit Maximilian Braasch den zweiten Torhüter einwechseln zu können. Aber die Mannschaft steckte auch dieses Missgeschick weg und versuchte mit Erfolg die knappe Führung erst einma in die Pause zu retten.
Im zweiten Durchgang sah sich der SCL dann von Beginn an nur noch mit Mann und Maus in der Defensive und der Ausgleich lag für alle spürbar in der Luft. Den erzielte dann Ex-Profi Thomas Reichenberger (50.) und fast alle glaubten, dass der VfL die dezimierte Gäste nun abschießen würde. Zugegeben, der SCL stand jetzt endgültig mächtig unter Druck und konnte sich nur noch selten aus der Umklammerung befreien. Mit etwas Glück, vor allem aber mit einer unglaublichen Moral und hohen Lauf- und Kampfbereitschaft stemmte sich der SCL gegen das drohende Ungemach. In der 57. Minute dann das Entsetzen auf Seiten der Lila-Weißen, als Pascal Biank zentral durchbrach und ein maßgenaues Zuspiel von Phillippe Harms nervenstark zur 1:2 Führung einnetzte.
Die restlichen 23 Minuten plus Nachspielzeit waren dann endgültig Spannung pur, denn Osnabrück wollte mit Macht zumindest den Ausgleich. Aber die Spieler des SCL kämpften, rackerten und mobilisierten die letzten Kraftreserven. Sekunden vor dem Abpfiff dann sogar noch eine dicke Chance für Arafaté Tcha-Gnaou. Kurz danach erfolgte der Abpfiff und das fast unmöglich scheinende war vollbracht.
Fazit: Ein Sieg der Moral einer leidenschaftlich spielenden Mannschaft, die unbeirrt von allen Rückschlägen an sich glaubte.
Spieler des Tages: Alle
Die Aufstellung des SCL: Alexander Dlugaiczyk - Björn Lambach, Igor Lazic, Niklas Tasky, Marco Menneking - Christopher Heise, Daniel Hintzke - Pascal Biank, Sascha Pohl (38. Torhüter Maximilian Braasch), Phillipe Harms (77. Maik Herisch) - Ertan Ametovski (85. Arafaté Tch-Gnaou).   Â
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